Carmen Brussig holt an den internationalen deutschen Meisterschaften zum neunten Mal Gold

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH

Vom Sieg an den Glar­ner Sport­ler­wah­len mo­ti­viert Car­men Brus­sig aus Nie­de­rur­nen ist her­vor­ra­gend in das neue Wett­kampf­jahr ge­star­tet. In Hei­del­berg hat die Ju­do­ka in der Ka­te­go­rie bis 48 kg den Ti­tel an den deut­schen Meis­ter­schaf­ten ge­holt und da­bei er­folg­reich Re­van­che ge­nom­men an der Rus­sin Fai­zul­li­na Ai­gul, die ihr an der EM den Fuss brach. Für die Trainerin des Kampfsportcenters Do-Jigo in Wollerau war es erst der Anfang einer ereignisreichen Saison.

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Am vergangenen Samstag fanden in Heidelberg die internationalen deutschen Judo-Einzelmeisterschaften für Sehgeschädigte statt. Athleten aus 13 Nationen folgten der Ausschreibung. Unter den Teilnehmerinnen befand sich auch die dreifache Glarner Sportlerin des Jahres, Carmen Brussig aus Niederurnen. Nach zwei Jahren unfallbedingter Absenz lautete ihr Ziel die Rückeroberung des internationalen deutschen Einzelmeistertitels sowie dem Nachwuchs, die Stirn zu bieten.

Nach einer fünfmonatigen Turnierpause stand Carmen Brussig, wieder motiviert auf der Wettkampffläche und war bereit, ihre klaren Ziele anzugehen. Sie zeigte den Zuschauern und ihren Fans, dass man auch dieses Jahr wieder mit ihr rechnen kann. Sie liess ihren Kontrahentinnen keine Chance. Die drei neuen Kämpferinnen aus Deutschland konnten der aktuellen Weltranglistenersten in der Gewichtsklasse bis 48 kg noch nicht das Wasser reichen. Amanda Fink befand sich bereits nach 20 Sekunden in einem Festhalter und konnte sich aus der Technik nicht mehr befreien. Tabea Müller wird in der Gewichtsklasse bis 48 kg als Nachfolgerin von Brussig gehandelt. Müller konnte sich an diesem Turnier aber nicht bewähren. Brussig zeigte klar, wer auf der Kampffläche dominiert. Bereits nach 15 Sekunden war die Begegnung entschieden. Die Dritte im Bunde, Vanessa Wagner, hatte gegen Carmen Brussig ebenfalls keinen Stich.

Die letzte Hürde für die Niederurnerin auf dem Weg zum Titel­gewinn war die drittplatzierte der letzten Europameisterschaften, die Russin Faizullina Aigul. Der Kampf um den Sieg gegen die Russin war für Carmen Brussig sehr wichtig, was ihr Selbstvertrauen betrifft, denn Aigul hatte ihr bei den letzten Europameisterschaften den Fuss gebrochen. Von Anfang an hatte Brussig die Russin im Griff. Schon zu Beginn des Kampfes konnte sie sich mit zwei schönen Wurftechniken den nötigen sicheren Vorsprung verschaffen. Sogar aus einem Festhaltegriff musste sich die enorm kräftige Faizullina Aigul befreien. Carmen Brussig blieb an ­diesem internationalen Judoturnier ungeschlagen und brachte ihren neunten internationalen deutschen Einzelmeistertitel wie geplant nach Hause.

Die grossen Ziele dieses Jahres werden für Carmen Brussig die Europameisterschaften in Birmingham (ENG) sowie der World Cup in Usbekistan sein. Das Turnier vom Samstag in ­Heidelberg war der erfolgreiche ­Beginn einer ­harten, langen und disziplinierten Vorbereitungszeit, die der 39-jährigen Judoka aus Niederurnen nun bevorsteht.