Sommerkurse im neuen Dojo in Niederurnen

Seit diesem Frühling hat das etablierte Kampfsportcenter Do-Jigo Wollerau ein zusätzliches Dojo. Im Fennen 15 in Niederurnen.

Die grosszügigen und hellen Räumlichkeiten bewogen Linus Bruhin dazu, seine traditionellen “Sommerkurse am Abend” dieses Jahr nicht in Wollerau, sondern in Niederurnen durchzuführen.

In
den Sommerferien ist in vielen Judo- und Ju-Jitsu-Clubs jeweils Trainingspause. Doch es gibt immer mehr Sportler, die keinen solchen Unterbruch auf dem Weg zum Erreichen des nächsten Ziels wollen. Deshalb bietet der Do-Jigo Trainer und Experte Linus Bruhin (6. Dan Ju-Jitsu, Ju-Jitsulehrer mit eidg. Fachausweis, Kata- und Kuatsu-Instruktor) im Sommer jeweils an Abenden offizielle Verbandskurse an, an denen Ju-Jitsuka und Judoka aus der ganzen Deutschschweiz teilnehmen können. Auch zählen diese Kurse als Voraussetzungen zur Anmeldung an die Prüfung zum Schwarzgurt.

Den Start machte ein technischer Ju-Jitsu-Kurs am 16. Juli 2018. Während der vier Stunden wurde geworfen, gehebelt, geschlagen, gewürgt, etc., aber alles immer kontrolliert. Wenn etwas weh tat, war es falsch. Schliesslich soll es auch Spass machen, sich im Training wirksam gegen alle Arten von Angriffen zu verteidigen. Aber auch Einblicke in die verschiedenen Wettkampfformen kamen nicht zu kurz. Es lag nicht nur am warmen Wetter, dass der Schweiss tropfte. Trotzdem war der Kurs viel zu schnell vorbei.
Am 18. Juli 2018 ging es dann mit einem Kuatsu-Kurs ruhiger weiter. Zuerst wurde das Verhalten bei einem Unfall instruiert, sei es irgendwo auf der Strasse oder sei es in einem Training.
Danach ging es an die kampfsportspezifischen Techniken der ersten Hilfe, wobei auch die anatomischen Hintergründe nicht zu kurz kamen. Im Zentrum stand dabei die “Wiederbelebung”, d.h. die Methoden, eine aus einem bestimmten Grund bewusstlose Person wieder zurückzuholen oder es gar nicht soweit kommen zu lassen. Im Alltag zum Glück eher anwendbar sind aber die speziellen Techniken zum Stoppen von Nasenbluten oder gegen Kopfschmerzen.

Der eher traditionelle Teil kam dann am 20. Juli 2018 mit dem Kata-Kurs. Unter einer Kata wird ein bestimmter Ablauf verstanden, der zusammen mit dem Partner möglichst präzise und doch an die entsprechende Person angepasst auszuführen ist. Die Kime-no-Kata und die Kodokan-Goshin-Jitsu sind die beiden Katas, die im Ju-Jitsu ein wichtiger Teil an den Prüfungen zum ersten und zum zweiten Dan, d.h. Schwarzgurtgrad, sind.
Auch hier kamen von beinahe Anfängern bis hin zu Medaillengewinnern an den diesjährigen Kata-Schweizermeisterschaften Judo / Ju-Jitsu alle auf ihre Kosten und konnten wertvolle Anregungen für das weitere Training mit nach Hause nehmen.
Die Teilnehmenden waren sich jeweils einig: Auch wenn es warme Sommerabende waren, an denen die Badi auch schön gewesen waren, hat sich das Training sehr gelohnt. Ein Wiederkommen im Sommer 2019 ist bereits vorgemerkt.

Ein herzliches Dankeschön an alle Teilnehmer/Innen.

(Bericht von Linus Bruhin)